15 / 19 · Ein persönlicher Geschenkassistent im Web

Gifteehub

Gifteehub ist ein Geschenkassistent in der Beta, der Ideen aus Onlineshops und einer Community von Schenkenden findet. Ich habe Zeichen, Farbpalette und Illustrationsstil gestaltet, dazu das Webprodukt von der Registrierung bis zur Produktdetailseite.

Rolle
Designer für Marke und Web
Kunde
Gifteehub Inc.
Branche
Detailhandel & E-Commerce
Jahr
2016
Leistungen
Markenidentität, Illustration, Webdesign

Gifteehub wollte ein persönlicher Geschenkassistent sein. Man beschreibt die Person, für die man ein Geschenk sucht: Geschlecht, die Beziehung zu ihr, Hobbys und Interessen. Gifteehub findet dann Geschenkideen in vielen Onlineshops, dazu Empfehlungen anderer Menschen auf der Plattform.

Geschenke kaufen ist persönlich, und ein Suchfeld ist ein schlechter Anfang. Wer einkauft, kennt die Person oft gut, das Produkt aber gar nicht. Zudem lebte der Dienst davon, dass die Community Ideen teilt. Etwas beizutragen musste sich deshalb so leicht anfühlen wie das Stöbern.

Wie wenig müssen Schenkende uns verraten, damit sich die Empfehlungen persönlich anfühlen, und wie wird das Teilen einer Idee genauso leicht?

Das Produkt geht von Menschen aus. Jede beschenkte Person bekommt ein Profil mit Alter, Beziehung, Geburtstag und Interessen-Chips. Die Empfehlungen passen sich an, während man kurze Karten beantwortet, etwa «Is Shawn interested in reading?» Interessen wählt man in einem Schritt aus Fotokacheln, und eine Geschenkidee teilt man in drei Schritten. Ich gab dem Produkt eine freundliche grüne Marke, ein Zeichen aus Geschenkbox und «g» und ein handgezeichnetes Illustrationsset, damit es warm wirkt.

Meine Rolle

Designer für Marke und Web. Ich gestaltete Zeichen und Farbpalette von Gifteehub, ein Illustrationsset und die Web-Flows von Registrierung und Onboarding bis zu Empfehlungen und Produktdetail.

Was es schwierig machte

  • Persönlich ohne langes Formular

    Die Empfehlungen brauchten genug Wissen über die beschenkte Person, um nützlich zu sein, aber keinen Fragebogen, der Leute abschreckt.

  • Zwei Quellen für Ideen

    Produkte aus Onlineshops und Ideen aus der Community mussten nebeneinander stehen und trotzdem klar lesbar bleiben.

  • Eine Marke von Grund auf

    Die Beta brauchte ein Zeichen, eine Palette und einen Illustrationsstil, die freundlich wirken und nach Geschenk aussehen.

  • Lernen im Gebrauch

    Der Dienst musste laufend verfeinern, was er über jede beschenkte Person wusste.

Fragen, die wir stellten

  1. Was wissen Schenkende über die beschenkte Person, das ein Shop nicht weiss?
  2. Welche Interessen lassen sich per Bild auswählen, statt sie einzutippen?
  3. Wie stellen wir eine Nachfrage, ohne das Stöbern zu unterbrechen?
  4. Was bringt jemanden dazu, eine Geschenkidee mit Fremden zu teilen?
01

Eine Geschenkbox, die zum g wird

Das Zeichen verbindet in vier Konstruktionsschritten eine Geschenkbox mit einem g in Schreibschrift, daneben steht die handschriftliche Wortmarke Gifteehub.com. Zwei Grüntöne und ein Gelb führen die Palette an, ergänzt durch ein blasses Grün, Schwarz und zwei Grautöne. Das Lockup funktioniert auf hellem, weissem und anthrazitfarbenem Grund.

Eine Geschenkbox, die zum g wird
Eine Geschenkbox, die zum g wird
02

Illustrierte Infografiken

Ein Set aus Linienillustrationen mit grünen Flächen entstand von der Bleistiftskizze bis zur Reinzeichnung. Die Illustrationen erklären den Dienst auf einen Blick: Ideen und Geschenke, Online-Shopping und ein Geschenk, umgeben von den Menschen, die es vorgeschlagen haben.

Illustrierte Infografiken
03

Registrierung und Onboarding

Die Registrierung zur Beta verspricht sofortige Geschenkempfehlungen aus den besten Onlineshops und der Community, mit Anmeldung über Facebook oder E-Mail und dem Ausweg «maybe later». Eine Idee zu teilen braucht drei Schritte: das Geschenk beschreiben, sagen, wem es passt, letzte Details ergänzen. Interessen wählt man aus Fotokacheln, mit Fortschrittsanzeige und einem Link zum Überspringen.

Registrierung und Onboarding
Registrierung und Onboarding

Interessen wählt man aus Fotokacheln, und vor dem Teilen einer Idee zeigt eine Vorschau die drei kurzen Schritte.

04

Beschenkte und Empfehlungen

Jede Person, für die man einkauft, bekommt ein Profil. Unter Name, Alter, Beziehung und Geburtstag stehen Interessen-Chips, darauf folgt ein Raster mit Empfehlungen, Rabatten und Buttons zum Speichern und Favorisieren. Eingebettete Karten fragen nach neuen Interessen, mit Ja, Unsicher oder Nein als Antwort, so wird die Liste immer genauer.

Beschenkte und Empfehlungen

Die eingebettete Karte stellt eine Ja-oder-Nein-Frage, und das Raster ordnet sich nach der Antwort neu.

05

Produkte und Ideen im Detail

Eine Vorlage deckt Produkte aus Shops und Ideen aus der Community ab. Sie enthält eine Galerie, den Preis mit dem Datum der letzten Prüfung, Speichern, Favorisieren oder Aussortieren, eine vollständige Beschreibung und zwei Reihen verwandter Ideen zum Weiterstöbern.

Produkte und Ideen im Detail

Eine Vorlage für Produkte aus Shops und Ideen aus der Community, mit dem Prüfdatum jedes Preises.

In Bewegung

Ergebnisse

  • 1Markensystem: Zeichen, Palette, Illustrationen
  • 9Web-Screens gestaltet

Was ich mitnehme

  • Beim Menschen anfangen. Für die beschenkte Person statt für das Produkt zu gestalten, veränderte jeden folgenden Screen.
  • Kleine Fragen stellen. Schnelle Ja-oder-Nein-Karten lehrten das System mehr, als es ein langes Profilformular getan hätte.
  • Zeichnen, bevor es Kundschaft gibt. Die Illustrationen gaben einer jungen Marke Wärme, bevor sie echte Kundschaft zeigen konnte.
Designer für Marke und Web
Preetham Lawrence
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Designleiter in Zürich, Schweiz. Offen für Führungsrollen und ausgewählte Kooperationen.

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